
Osteopathie & Chiropraktik
„Leben ist Bewegung“ (Zitat A.T. Still)
Durch manuelle Techniken werden Bewegungseinschränkungen (Blockaden) gelöst, die Mobilität verbessert und die natürliche Körperbalance wiederhergestellt.
Als spezialisierte Tierärztinnen für Osteopathie und Chiropraktik beim Pferd widmen wir uns der funktionellen Behandlung von Bewegungsstörungen und schlagen so die Brücke zwischen einem schulmedizinischen und funktionellen Ansatz.
„Ist das Pferd lahm oder nur unbeweglich? Diese Frage wird uns regelmäßig gestellt.
Das Ziel unserer osteopathischen Behandlung ist es natürliche Bewegungsabläufe zu fördern, Blockaden zu lösen und die Gesundheit Ihres Pferdes nachhaltig zu verbessern.
Mit fundierter klinischer Diagnostik und gezielten manuellen Techniken unterstützen wir Pferde aller Alters- und Leistungsgruppen – vom Freizeitpartner bis zum Sportpferd.
Wann ist eine osteopathische Untersuchung und Behandlung sinnvoll?
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Bewegungs- und Rittigkeitsstörungen, Asymmetrien
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Taktunreinheiten und Lahmheitsabklärung (bei Bedarf ergänzt, durch weiterführende tierärztlichen Diagnostik)
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Rekonvaleszenz- und Trainingsbegleitung z.B. nach Verletzungen und Lahmheiten
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Unterstützung bei Fohlen und Jungpferden in der Entwicklung
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Geriatrische Pferde – Erhalt der Beweglichkeit und Lebensqualität
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Begleitend bei internistischen Problemen bspw. equinem Asthma, Rosseproblemen
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Muskelverspannungen und verstärkte Rückenempfindlichkeit
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Vermehrte Empfindlichkeit von Kopf, Genick und Ohren
Unsere Behandlungen erfolgen individuell und pferdegerecht – bei Bedarf in Zusammenarbeit mit Kollegen (Kliniken), Trainern, Hufschmieden oder Sattlern. Ziel ist nicht nur die kurzfristige Verbesserung, sondern die langfristige Gesunderhaltung und Leistungsbereitschaft Ihres Pferdes.
Wir bieten folgende Formen der Osteopathie für Ihr Pferd an:
Parietale Osteopathie: Untersuchung und Behandlung von Bewegungseinschränkungen der Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien

Viszerale Osteopathie: Die inneren Organe und ihre umgebenden Faszien, Bänder und Gefäße werden auf Bewegungseinschränkungen hin untersucht und behandelt. Die Organe beeinflussen u.a. durch ihre bindegewebige Aufhängung und ihre Innervation benachbarte Strukturen, beispielsweise die Mobilität der Wirbelsäule

Cranio-Sacrale Osteopathie: Der sogenannte craniosacralen Rhythmus entsteht durch die Produktion und Resorption der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt unser Nervensystem – vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Durch Faszienverklebungen und Blockaden kann diese natürliche Flüssigkeitsbewegung gestört werden.
FAQ und Hinweise zur Behandlung
Ablauf einer Behandlung & Vorbereitung für einen Termin
Die osteopathische und chiropraktische Untersuchung beinhaltet wenn möglich die Beurteilung des Patienten in Bewegung. Pferde werden möglichst an der Longe auf geeignetem Untergrund auf beiden Händen im Schritt und Trab, ggf. im Galopp vorgestellt.
Die weitere Untersuchung beinhaltet ein sorgfältiges Abtasten des Patienten, dabei werden die einzelnen Gelenke auf ihre Bewegungsqualität- und Amplitude untersucht um mögliche Einschränkungen zu finden. Die Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Faszien werden auf mögliche Anzeichen für Schmerzen und Entzündung klinisch untersucht.
Eine Untersuchung und Behandlung ist nur möglich, wenn der Patient grundsätzlich kooperativ und an einen respektvollen Umgang mit dem Menschen gewöhnt ist.
Pferde sollten in der Lage sein ihre Hufe zu geben und sich anfassen zu lassen ohne zu treten, zu beißen oder sonstige Abwehrreaktionen zu zeigen. Ansonsten sind nur Untersuchungen und Therapien möglich, die weder den Tierarzt noch helfende Personen einschließlich der Besitzer in Gefahr bringen.
Ideal ist ein ruhiges Umfeld, in dem das Pferd sich wohl fühlt und entspannt ist, mit rutschfestem, matschfreiem Boden und mit wenig Verletzungsrisiko z.B. eine Reithalle oder geräumige Box.
Ein Schutz vor Witterungseinflüssen, wie Regen, starker Wind und Sonnenschein und ggf. Insektenbelästigung sind ebenfalls Voraussetzung für eine stressfreie Behandlung Ihres Tieres.
Sollten bei der klinischen Untersuchung Ihres Pferdes Hinweise auf schmerzhafte und entzündliche Probleme im Bewegungsapparat vorliegen, gibt es die Möglichkeit im Rahmen einer orthopädischen Untersuchung weitere Diagnostik vor Ort durchzuführen.
Für eine sonografische und röntgenologische Untersuchung Ihres Pferdes benötigen wir einen möglichst abgedunkelten, überdachten Raum mit Zugang zu Hausstrom (keine Generatoren) und mit befestigtem und ebenem Boden.
Für viele weiterführende Untersuchungen und Behandlungen ist zum Schutz Ihres Pferdes eine leichte Sedation notwendig.
Für therapeutische Maßnahmen z.B. aufwändige Injektionen wird sauberes, warmes Wasser und ein sauberer, wind- und witterungsgeschützter Raum benötigt.
Was ist nach der manualtherapeutischen Behandlung zu beachten?
Bei einer osteopathischen und chiropraktischen Behandlung werden Gelenke, Muskeln und Faszien mobilisiert und Bewegungseinschränkungen gelöst. Dadurch kann der Körper wieder eine funktionelle Balance erlangen, das Immun- und Nervensystem besser arbeiten, und der Bewegungsapparat möglichst ohne Fehlbelastung funktionieren.
Jede Umstellung benötigt aber einige Tage um sich in einem neuen Gleichgewicht zurechtzufinden. Eine größere Beweglichkeit geht immer mit einer anfänglich geringeren Stabilität einher.
Daher ist für den Erfolg einer Behandlung in den ersten Tagen möglichst viel kontrollierte Bewegung wichtig, hingegen sollte Bocken, Herumtoben und Rennen vermieden werden auch in der freien Bewegung. Es kann eine einzige ungünstige Bewegung z.B. ein Ausweichen oder Losrennen in einer Herdendynamik ausreichen, um bei einem instabilen Patienten das Wiederauftreten von Blockaden herbeizuführen.
Das konkrete Management ist immer individuell zu entscheiden und u.A. abhängig von der gewohnten Haltung, dem Signalement (Alter, Rasse, Wesen…) und den Problemen, die der Patient zeigt.